Von Mir Nix und Dir Nix

03 März 2006

BILD-Zeitungs-Verpackung...



... ist wahrscheinlich die passendste Bezeichnung für das, was M$ mit dem Verpackungswürfel für den iPod machen würde. In diesem kleinen Video kann man sich dem Horror aussetzen...

Für Qualität reicht eben schwarz-weisser Minimalismus.

Aber wen's interessiert, wie das Thema die Mac-Welt bewegt: Bei Google suchen & staunen.

Erinnert mich...


... an die Verpackung des BND-Irak-Berichts: Weniger drin, als draufsteht...

Nachtrag: Eine dezidierte Meinung trägt scusi! vor. Mal sehen, wer wie sehr recht hat.

Menschenrechte


Ich will sie, Sie wollen sie sicher auch. Die UN will sogar einen Menschenrechtsrat. Aber die Bushies wollen weder den Rat noch die Rechte. Zumindest nicht, wenn es um Fragen ihres eigenen Gerechtigkeitswahn geht. Und ob die europäischen Regierungen sie wollen, das darf zumindest gehörig hinterfragt werden.

Was natürlich unmittelbar die Frage nach sich zieht: Warum denn nicht? Und dann stellt sich doch leicht Resignation ein. Meint Horst-Eberhard Richter. Und der muss es wissen. Ehrlich.

Aber genau die wollten doch die »Du-bist-Deutschland-Macher« verjagen. Können sier aber nicht. So nicht.

Denn was ich dort Miesepetrigkeit nannte, hat ja seine Ursachen, siehe dort. Und das haben jetzt infratest und ihre Auftraggeber (ARD, Stuttgarter Zeitung) tatsächlich auch ermittelt: Es existiert doch sage und schreibe eine

Gerechtigkeitslücke


Nein. So was. Aber gemach: Sie existiert nicht wirklich, sie wird nur »empfunden«. Pfundig. (»Deutschlandtrend im März«, StZ vom 3.3.2006; lokal archiviert). Das Volk irrt also. Und wo liegt der Irtum? Lesen wir:

Zitat:

Deutsche empfinden Gerechtigkeitslücke

STUTTGART (zie). Fast zwei Drittel der Bundesbürger empfinden die sozialen Verhältnisse in Deutschland als ungerecht. Aus dem Deutschlandtrend vom März, den Infratest dimap im Auftrag der ARD-¸¸Tagesthemen" und der Stuttgarter Zeitung erstellt hat, geht hervor, dass 60 Prozent der Bürger die Verhältnisse als nicht sozial bewerten. Im Osten sind es sogar 72 Prozent. Gewerkschaften und Sozialdemokraten können von dieser empfundenen Gerechtigkeitslücke aber kaum oder gar nicht profitieren. Die Streiks im öffentlichen Dienst etwa lehnt eine Mehrheit (54 Prozent) ab, während 44 Prozent der Bürger dafür Verständnis äußern.

Auch die Popularitätswerte führender SPD-Politiker befinden sich im freien Fall. Der Parteichef Matthias Platzeck büßt im Vergleich zum Vormonat 14 Prozentpunkte ein und überzeugt nur noch 51 Prozent der Bundesbürger. Arbeitsminister Franz Münteferings Arbeit findet nur noch bei 43 Prozent Zuspruch, 16 Punkte weniger als im Vormonat. Als treibende Kraft in der Koalition, die von den Deutschen weiter verhalten positiv bewertet wird, machen sie klar die Union aus. Kanzlerin Angela Merkel bleibt die mit Abstand beliebteste Politikerin des Landes.

Der Deutschlandtrend im März Seite 5, ZIEDLER © 2006 Stuttgarter Zeitung


Ende des Zitats

Und Angie soll's richten? Jetzt, nachdem die ersten 100 Tage regiert wurde?

Hundert Tage sind genug


Dass das Volk irrt, wenn es meint, dass sie es richten wird, das ist wahr. Aber was es »empfindet«, das stimmt. Das lässt nur einen Schluss zu: Das Volk traut seinen Empfindungen nicht. Armes Volk. Wie sagte noch Obelix? »Die spinnen...«

posted by Reinard, 10:20

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